Dienstag, 27. Dezember 2011

Vergangenheitsbewältigung...

...die Tage eins bis vier!!!

Am 05. Dezember habe ich mit Erstaunen festgestellt, dass mein Urin die Farbe von schwarzem Tee angenommen hatte. Bei so einer Verfärbung war auch mir klar, dass hier etwas nicht in Ordnung ist. Aus diesem Grund hab ich sogleich einen Termin bei meinem Hausarzt gemacht.

Der Termin war leicht zu bekommen und die Diagnose auch schnell gestellt. Gesicherter Ikterus (Gelbsucht) - dennoch wollte mein Hausarzt auf Nummer sicher gehen und hat mich ins Krankenhaus eingewiesen.

Die Aufnahme im Krankenhaus war kurz und schmerzlos. Die folgenden Ereignisse zogen sich allerdings etwas in die Länge. Blutentnahme war angesagt - ich war ja noch nüchtern. Dann wurde eine Komplettuntersuchung in der Patientenaufnahme durchgeführt und dabei gefühlte 10 Millionen Fragen gestellt. Einige dieser Fragen kamen mir recht komisch vor. Was man hier alles von mir wissen wollte.

Nun ging es endlich auf Station...          ...das Warten fing an und Tag eins ging zu Ende.

Der 06. Dezember fing sehr früh an. Wecken gegen 06.10 Uhr. Natürlich wurde sofort Blut gezapft. Auf dem Programm für heute stand nur ein Punkt - CT vom Abdomen, das war auch schon um 8.30 Uhr abgehandelt. Sodass ich den Rest des Tages frei hatte. Das Highlight an diesem Tag war ohne Zweifel der Besuch meiner lieben Familie.

07. Dezember, es ist noch finster vor dem Fenster, als um 06.00 Uhr die Stimme einer Schwester durch den Raum schallmeit. Guten Morgen! Gut geschlafen? Blutdruck, Puls und Fieber messen. Hatten sie Stu... Ach, Blut müssen wir ja auch noch abnehmen. Und jetzt raus aus dem Federn, damit ich das Bett machen kann. Frühstück gibt es um halb acht, allerdings nicht für mich - denn ich muss ja nüchtern bleiben.
Nüchtern bleiben für die angesetzte "Ösophagogastroduoendoskopie" (Magenspiegelung). Da ich ein absoluter Hasenfuß bin, habe ich mich für diese Untersuchung ein paar Minuten in ein Paralleluniversum schicken lassen. Zauberwort Kurznarkose.

Am Tag danach, also am 08. Dezember habe ich dann die Möglichkeit erhalten, mit dem behandelnden Oberarzt über die Magenspiegelung zu sprechen. Ergebnis war, dass grundsätzlich alles okay ist. Allerdings habe ich eine Entzündung der Speiseröhre, was das gelegentliche Sodbrennen erklärt. Zudem sei die Öffnung vom Magen zum Darmbereich etwas klein, aber unproblematisch.

Der Chef Prof. Dr. ... macht seinen Antrittsbesuch. Hier gibt es auch noch ein paar aufbauende Informationen. Krebs oder Tumor können aufgrund der vorliegenden Ergebnisse ausgeschlossen werden. Bauchspeicheldrüse und Galle sind okay. Die GOT/GPT-Werte sind sehr hoch, bei weiterem Anstieg droht ein Zerfall der Leber. Als besonderes Intermezzo wird mir für die kommenden Tage eine Leberpunktion angekündigt. Natürlich nur, wenn meine Werte nicht besser werden.

Fortsetzung folgt...

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